Tideland – The Movie

Tideland ist ein verstörendes, zum Teil wunderschönes Fantasymärchen des Monty-Python Mitbegründers Terry Gilliam.
Der Film entstand 2005 parallel zu dessen Großproduktion „Brothers Grimm“. Tideland basiert auf einem Roman von Mitch Cullin. Beim Kinopublikum stieß der Film auf wenig Gegenliebe. Auch die Meinungen der Kritiker gehen weit auseinander. Eines ist sicher: Tideland ist kein Film für sanfte Gemüter. Eher eine skurille Mischung von „Alice im Wunderland“ und Hitchcock´s „Psycho“. Das liegt nicht an dem exzessiv dargestellten Drogenkonsum, schon eher am Körperhorror im Stile eines David Cronenberg. Alleingelassen auf einer Farm lebt ein kleines Mädchen gemeinsam mit der verwesenden Leiche ihres Vaters und flüchtet sich in Tagträumereien. Fast schon ein Tabubruch ist, dass diese beklemmende Situation, streng durch die unschuldigen Augen des Mädchens gezeigt wird. Trotz herausragender Leistungen der Schauspieler allen voran Jodelle Farland und Jeff Bridges und virtuosen Bildwelten ist Tideland kein zweites „The Six Sense“ geworden.